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Das Eiswerk


Einst war das Eiswerk die Stelle am Tejn Hafen, wo die Fischkutter anlegten, um den Laderaum mit Eis zur Kühlung vom frisch gefangenen Fisch füllen zu lassen. Aber Anfang der neunziger Jahre ging es bergab mit dem Fischerei-Abenteuer auf Bornholm. Das Eiswerk musste die Produktion schlieẞen. Am Tejn Hafen war es still geworden, und das Gebäude blieb zurück als ein Bild von dem Hafen, der einmal war. Von der Zeit, als die Fischkutter so zahlreich waren, dass man das Hafenbecken überqueren konnte, indem man von einem Boot zum nächsten lief, und wo der ganze Hafen vor Leben pulsierte. Man versuchte das Eiswerk zu verkaufen, aber niemand zeigte Interesse, bis Christina und Christian, die schon das kleine Eishaus „Kalas“ in Allinge betrieben, eines Tages im Jahre 2019 vorbeikamen und neue Möglichkeiten in dem Gebäude sahen. Christian, Christina und ihre Söhne waren sich einig, dass dieser Ort ein besonderer Ort werden könnte. Sie möchten aber, dass die Geschichte erhalten und erzählt werden sollte. Deswegen steht das Gebäude heute noch ganz roh und funktional, wobei möglichst viele Materialien erhalten geblieben sind. Seitdem hat sich am Tejn Hafen vieles verändert. Glücklicherweise sind einige der ursprünglichen Funktionen des Hafens erhalten geblieben, und neue Initiativen sind entstanden, mit guter lokaler Unterstützung für das neue Leben, das diese mit sich bringen. Noch kreischen die Möwen da oben, und der Geruch von geteerten Fischernetzen kitzelt in der Nase, denn es gibt immer noch ein paar schaukelnde Hobbykutter am Kai. Im Jahre 2023 werden die Türe des Eiswerks für Gäste offen stehen, und frisch produziertes Kalas-Eis, Kaffee oder ein kühles Glas Wein können genossen werden, während Schiffe und kleinere Boote direkt vor den Füẞen vorbeifahren.

Geschichte und Innovation


Eigentlich war es gar nicht die Absicht, dass Christian und Christina ein weiteres Café eröffnen wollten, als sie aber das industrielle Gebäude sahen, war der unternehmerische Drang und auch der Wunsch entfacht, dem Hafen zu einem neuen Leben zu verhelfen. Sowohl Christian und Christina und ihre Söhne sind auf Bornholm aufgewachsen, und sie müssen alle – ein wenig verlegen – zugeben, dass sie all die Jahre bloẞ durch Tejn hindurch gefahren sind, unterwegs zu etwas Anderem. Jetzt erleben sie aber die Stadt von einer neuen Seite. Es ist ein ganz groẞes Projekt geworden. Das Gebäude musste total entleert werden. Die Innenwände entfernt werden. Der Fuẞboden aufgebrochen werden, so dass Rohre gelegt werden konnten, und man isolieren konnte. Danach musste das Innere der neuen Funktion entsprechend wieder aufgebaut werden. Nachhaltige Lösungen wurden untersucht und, wo es möglich war, auch benutzt. Möglichst viel von dem Abgenommenen des Eiswerks ist wiederverwendet worden, und neue Materialien im Einklang mit der Idee und der Geschichte des Eiswerks ausgewählt worden. Ursprünglich gab es nur wenige Türen und einem Fenster im Gebäude, jetzt ist es aber so offen, dass man auch von auẞen die Konstruktion sehen kann. Von innen sieht man von allen 4 Seiten im Gebäude das Wasser. Ob es da nicht bald wieder ein pulsierendes Leben geben wird?

Aktivitäten für Kinder


Das Eiswerk wird auch die Initiative @ivandetbornholm beherbergen, die Wissen über das Meer rund um die Insel vermittelt. @ivandetbornholm veranstaltet Aktivitäten für Kinder und Jugendliche direkt vor dem Eiswerk, damit jeder mehr von dem, was sich an Land und im Wasser bewegt, erfahren kann. Überhaupt möchten sowohl Christian und Christina einen guten Rahmen für Initiativen sowohl neuer als auch etablierter Unternehmer schaffen, die für die Verbesserung unserer Meeresumwelt und andere nachhaltige Maẞnahmen betreffs des Meeres arbeiten, und die sich für ein neues Leben im Hafen von Tejn einsetzen.


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